SumUp Bewertung 2026: Kartenterminal und POS für Schweizer Kleinunternehmen im Test

9. Mai 20266 min read

Das Wichtigste in Kürze

  • SumUp bietet den niedrigsten Einstiegspreis für Kartenzahlungen in der Schweiz: CHF 99 für das Air-Terminal, 1.5% Gebühr auf Debitkarten, kein Monatsabo erforderlich.
  • Das 'Zahlungen Plus'-Abo (CHF 29/Monat) senkt die Debitkarten-Gebühr auf 0.99% und lohnt sich ab rund CHF 4'700 monatlichem Kartenumsatz.
  • TWINT wird von SumUp nicht unterstützt, der grösste Nachteil für stationäre Schweizer Händler, für die TWINT ein relevanter Zahlungskanal ist.
  • Zettle (PayPal POS) ist in der Schweiz nicht erhältlich; SumUp ist der Hauptanbieter im Segment mobile Kartenterminals neben Worldline und Nexi.
  • SumUp eignet sich am besten für Marktverkäufer, Foodtrucks, mobile Dienstleister und Pop-up-Shops; für grössere stationäre Betriebe mit TWINT-Bedarf sind Worldline oder Nexi besser geeignet.

SumUp ist das meistgenutzte mobile Kartenterminal für Kleinhändler in der Schweiz. Marktverkäufer, Foodtrucks, mobile Masseure und Pop-up-Shops schätzen den tiefen Einstiegspreis, die unkomplizierte Einrichtung und das Fehlen eines Monatsdauerauftrags. Gleichzeitig fehlt TWINT, was im Schweizer Markt ein erheblicher Nachteil sein kann. Diese Bewertung erklärt, für wen SumUp die richtige Wahl ist.

SumUp auf einen Blick

Gegründet 2012, HQ in Dublin. In der Schweiz seit Jahren aktiv; UBS-Marketplace-Partner; Integration mit SWISS21. SumUp Air ab CHF 99; kein Monatsabo nötig; 1.5% auf Debitkarten. TWINT nicht unterstützt. Verfügbar bei Digitec, Galaxus, Brack.ch.

Gebühren und Tarife in der Schweiz

SumUp bietet zwei Preismodelle an: pay-as-you-go ohne Monatsgebühr und das optionale Zahlungen-Plus-Abo.

Pay-as-you-go (kein Abo):

KartentypGebühr
Inländische Debitkarten (Maestro, V PAY, Debit Mastercard)1.5%
Kreditkarten (Visa, Mastercard)2.5%
American Express, Diners Club, UnionPay2.5%
Nicht-EU-Karten und Firmenkarten2.5%
Online-Zahlungen (Payment Link, Online-Shop)2.5%

Keine Einrichtungsgebühr, kein Monatsabo, kein Vertrag. Auszahlung: 2 bis 3 Werktage auf jedes Schweizer Bankkonto.

Zahlungen Plus (CHF 29/Monat, jederzeit kündbar):

KartentypGebühr mit Abo
Inländische Debitkarten0.99%
Premiumkarten und Nicht-EU-Karten1.99%
Online-Zahlungen2.5%

Das Abo lohnt sich ab rund CHF 4'700 monatlichem Debitkarten-Umsatz. Zusatzleistungen: kostenloser Terminalersatz auch bei defekten Geräten ausserhalb der Garantie sowie priorisierter Support.

Terminals und Hardware

SumUp bietet drei Gerätekategorien für die Schweiz:

GerätPreis (CHF)Besonderheit
SumUp AirCHF 99Bluetooth, verbindet sich mit Smartphone/Tablet; kein eigener Bildschirm
SumUp Solo Liteca. CHF 52Eigenständig, kleiner Touchscreen, Ladedock im Lieferumfang
SumUp Soloca. CHF 152Eigenständig, grösserer Bildschirm, WLAN und 4G

Alle Geräte sind Einmalkäufe ohne Mietmodell. Das Air-Terminal ist das meistverkaufte Modell und ideal für Händler, die ohnehin ein Smartphone bei sich haben. Der Solo eignet sich für Situationen ohne Smartphone-Abhängigkeit (z.B. Tresen-Betrieb).

Unterstützte Zahlungsmethoden

MethodeVerfügbar
Visa (Debit und Kredit)Ja
Mastercard (Debit und Kredit)Ja
MaestroJa
V PAYJa
American ExpressJa
Diners Club, UnionPay, DiscoverJa
Apple Pay, Google Pay, Samsung PayJa (NFC auf allen Geräten)
TWINTNein
PostFinance Card (alte Karte)Nein
PostFinance Debit Mastercard (ab 2023 ausgestellt)Ja (als Mastercard-Transaktion)

TWINT fehlt vollständig. Das neue PostFinance Debit Mastercard (ab Frühjahr 2023 ausgestellt) wird als gewöhnliche Mastercard-Transaktion abgewickelt; rund 2.6 Millionen Schweizer Karteninhaber haben bereits auf die neue Karte umgestellt. Ältere PostFinance-Karten funktionieren weiterhin nicht mit SumUp.

SumUp Business Account

SumUp bietet ein optionales Zahlungskonto (kein Bankkonto im rechtlichen Sinne) an:

  • Kostenlos (kein Monatsgebühr für die Basisversion)
  • Irische IBAN (SumUp ist als E-Geld-Institut bei der irischen Zentralbank reguliert)
  • Kostenlose Mastercard (physisch und virtuell)
  • Sofort-Settlement der SumUp-Umsätze auf das Konto (kein Warten auf Bankauszahlung)
  • Rechnungen, Payment Links und QR-Codes direkt aus der App
  • 3 kostenlose Geldautomaten-Bezüge pro Monat

Der wesentliche Vorbehalt: Die irische IBAN kann bei Schweizer Gegenparteien Fragen aufwerfen, die eine Schweizer IBAN (CH...) erwarten. Für reine SumUp-Umsätze ist das Konto praktisch; als primäres Geschäftskonto für ein Schweizer Unternehmen ist ein echtes Schweizer Bankkonto in der Regel vorzuziehen.

Stärken von SumUp

Tiefster Einstiegspreis: CHF 99 für das Air-Terminal ohne Monatsabo ist im Schweizer Markt das günstigste Modell für professionelle Kartenzahlungen. Konkurrenten wie Worldline verlangen ähnliche Hardwarepreise, aber mit monatlichen Grundgebühren.

Kein Vertrag, keine Bindung: Das pay-as-you-go-Modell ohne Mindestlaufzeit ist ideal für Saisongeschäfte, Pop-up-Events und Einzelunternehmen mit schwankendem Umsatz.

Schnelle Einrichtung: Kontoeröffnung und erste Zahlung sind in unter 15 Minuten möglich; kein physischer Bankbesuch, keine Identifizierung in einer Filiale.

Schweizer Sprachunterstützung: App und Support-Center sind auf Deutsch, Französisch und Italienisch verfügbar, passend zu den drei Schweizer Hauptsprachen.

Breite Vertriebsverfügbarkeit: Hardware ist bei Digitec, Galaxus, Brack.ch, Fust und Office World erhältlich; sofortige Abholung ohne Onlinebestellung möglich.

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Grenzen von SumUp

Kein TWINT: Das ist der entscheidende Nachteil für stationäre Schweizer Händler. TWINT ist bei Schweizer Konsumenten aller Altersgruppen verbreitet; viele Kunden erwarten TWINT als Zahlungsoption, insbesondere an Marktständen und bei spontanen Käufen. Händler, die TWINT anbieten müssen, brauchen ein alternatives Terminal.

Online-Gebühren wenig kompetitiv: 2.5% für Online-Zahlungen ist mit Stripe vergleichbar, aber teurer als Payrexx (1.65% + CHF 0.18 auf dem Standard-Plan). SumUp ist primär ein POS-Produkt, kein Online-Payment-Gateway.

Irische IBAN im Business Account: Für Schweizer Geschäftsbeziehungen mit CH-IBAN-Erwartung nicht ideal.

Kein Restaurantmodul mit Tischverwaltung: SumUp POS Pro hat grundlegende Tischverwaltung; für vollständige Restaurantanforderungen sind spezialisierte POS-Lösungen (z.B. Lightspeed, gastronovi) besser.

Für wen eignet sich SumUp in der Schweiz?

SumUp ist die beste Wahl für:

  • Marktverkäufer (Wochenmarkt, Bauernmarkt, Flohmarkt)
  • Foodtrucks und mobile Gastronomiebetriebe
  • Mobile Dienstleister (Coiffeur, Massage, Reinigung)
  • Pop-up-Shops, Messen und Events
  • Kleinunternehmen mit niedrigem bis mittlerem Kartenumsatz ohne TWINT-Bedarf

SumUp ist weniger geeignet für:

  • Stationäre Händler, bei denen TWINT-Kunden ein relevanter Anteil sind
  • Unternehmen mit hohem Online-Zahlungsvolumen (Payrexx oder Stripe sind günstiger)
  • Vollservice-Restaurants mit komplexer Tisch- und Kursverwaltung

SumUp vs. Alternativen in der Schweiz

KriteriumSumUp AirWorldline Link/2500Nexi SmartPOS
Hardware-PreisCHF 99Ca. CHF 99Abo-Modell
Transaktionsgebühr (Debit)1.5% (ohne Abo)1.7% flatIndividuell (Abo)
Transaktionsgebühr (Kredit)2.5%1.7% flatIndividuell
TWINTNeinJaJa
PostFinance Card (alt)NeinJaJa
PostFinance Debit MCJa (als MC)JaJa
Apple Pay / Google PayJaJaJa
MonatsgebührOptional (CHF 29)Keine (pay-as-you-go)Ja (variiert)
Kein VertragJaJaNein (Vertrag)
Verfügbar beiDigitec, Galaxus, sumup.comWorldline.comNexi.ch
Beste ZielgruppeMobile Händler, MarktStationär mit TWINT-BedarfGrössere Händler

SumUp

Schweizer Kartenterminal-Standard für Kleinunternehmen: CHF 99 Einstieg, kein Monatsabo, 1.5% auf Debitkarten

Ab CHF 99 Hardware; 1.5% pro Debitkartentransaktion

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Haeufige Fragen

Wie hoch sind die SumUp-Gebühren in der Schweiz?
Ohne Abo: 1.5% für inländische Debitkarten (Maestro, V PAY, Debit Mastercard), 2.5% für Kreditkarten und internationale Karten. Online-Zahlungen: 2.5%. Mit 'Zahlungen Plus' (CHF 29/Monat): 0.99% für Debitkarten, 1.99% für Premiumkarten und Nicht-EU-Karten.
Unterstützt SumUp TWINT?
Nein. SumUp unterstützt TWINT aktuell nicht. Für Händler, bei denen TWINT ein wichtiger Zahlungskanal ist, bieten Worldline (Link/2500) und Nexi entsprechende Terminals. Worldline berechnet 1.7% auf Schweizer Consumer-Karten und unterstützt TWINT, PostFinance und alle grossen Kartennetzwerke.
Welche SumUp-Geräte sind in der Schweiz erhältlich?
SumUp Air (CHF 99, Bluetooth, kein eigener Bildschirm), SumUp Solo Lite (ca. CHF 52, eigenständiges Terminal mit kleinem Bildschirm) und SumUp Solo (ca. CHF 152, eigenständig mit Bildschirm). Erhältlich auf sumup.com/de-ch sowie bei Digitec, Galaxus, Brack.ch und weiteren Schweizer Händlern.
Was ist das SumUp-Geschäftskonto (Business Account)?
Ein Zahlungskonto (kein Bankkonto) mit irischer IBAN, kostenloser Mastercard und sofortigem Settlement der SumUp-Kartenumsätze. Für viele kleine Händler ausreichend; Schweizer Gegenparteien, die eine CH-IBAN erwarten, können damit auf Schwierigkeiten stossen.
Ist SumUp ohne Monatsabo sinnvoll?
Ja, für Händler mit niedrigem oder unregelmässigem Kartenumsatz. Ohne Abo fallen keine Fixkosten an; die 1.5%-Gebühr auf Debitkarten ist für sporadische Zahlungen vollkommen akzeptabel. Ab rund CHF 4'700 Monatsumsatz amortisiert sich das Zahlungen-Plus-Abo (CHF 29/Monat).
Michael Bauer

Michael Bauer

Startup-Finanzierung und Investoren

Michael Bauer analysiert Förderprogramme und Finanzierungsoptionen für Schweizer Startups. Er hat selbst ein Unternehmen gegründet.